• schoening6

Tag 4 – Wenn Schuld dich runterzieht…

Endlich haben wir einen Namen, endlich sind wir wer. Klar, das Gangleben ist hart und unsicher, aber immerhin sind wir nicht mehr machtlos. Oder fühlen wir uns nur besser? Hat sich wirklich etwas zum Positiven gewandelt? An unserem Aufenthaltsstatus hat sich nach wie vor nichts geändert, wir sind immer noch geduldet, wissen aber nicht, wie es mit uns weitergehen soll. Und das Leben bleibt teuer und aus irgendwelchen Gründen wird alles noch teurer. Geld ist weiterhin Mangelware und knapp bemessen. Es reicht nicht mehr zu arbeiten und nebenbei durch kleine Schmuggeleien Geld zu bekommen. Wir müssen uns verschulden. Zum Glück gibt es die Bank, die uns aushelfen kann. Nun stehen wir allerding bei denen in der Schuld und die Schulden, die wir machen, werden immer größer.



Auch unser Bandenleben, das uns so schmackhaft gemacht wurde, läuft nicht ganz so wie geplant. Es sind viele Gangs in den Straßen New Yorks unterwegs. So viele, dass es zu wenig Platz für alle gibt. Konflikte und Machtkämpfe sind unvermeidlich. Wir beginnen uns gegenseitig zu hintergehen und gegeneinander auszuspielen. Eigentlich etwas, das wir gar nicht wollen, aber irgendwie machen wir es doch. Die Situation wird immer auswegloser und verfahrener. Wie sollen wir hier wieder rauskommen?



Nach und nach eskaliert die Lage. Die Spannungen zwischen den Gangs und vor allem zwischen uns und den New York Knights werden immer größer. Auf einmal verschwindet Juvi. Juvi ist eine von uns – eines unserer Gangmitglieder, eines unserer Familienmitglieder. Entführt – von den New York Knights. Sie erpressen uns und wollen – Geld. Natürlich, was auch sonst? Irgendwie dreht sich alles um Macht und Geld. Wir müssen alles zahlen, was wir haben und uns zum Teil noch weiter verschulden. Aber was sollen wir sonst machen? Wir müssen Juvi unbedingt befreien. Doch wie soll es die nächsten Tage weitergehen, wenn wir schon an unserem vierten Tag in New York keine Chance mehr haben als Tellerwäscher zu arbeiten?



Am Nachmittag erzählt uns Fröse von Schuld. Schuld, die auf uns lastet. Schuld, die wir selbst auf uns laden, auch weil wir Dinge tun, die wir eigentlich nicht tun wollen. Fröse macht deutlich: wir sind an das Böse gekettet. Aber es gibt eine Person, die nicht an das Böse gebunden war. Jesus ist der einzige Mensch, der unschuldig geblieben ist und uns deshalb von unseren Ketten frei machen kann, wenn wir ihn darum bitten.

Am Abend dann ein Highlight – Lorenzo di Martino ist zu Gast bei uns. Er liefert eine geniale Show ab und nimmt uns mit in die Welt des Hip-Hops. Nebenbei erzählt er aus seinem Leben und macht deutlich, wie sehr Jesus sein Leben geprägt und verändert hat. Wir erleben ein Konzert voller Spaß, wilder Tanzmoves und Tiefgang.